Herzkohärenz

Die Fitness und Gesundheit unseres Herzens ist nicht nur von der Ernährung, der Bewegung usw. abhängig, sondern auch stark von unseren Gefühlen. Negative Emotionen wie Stress, Ärger, Sorgen oder Angst haben einen chaotischen Herzschlag zur Folge. Positive Gefühle wie Liebe, Freude, Wertschätzung, Dankbarkeit bewirken eine Harmonisierung unseres Herzrhythmus, was sich als sogenannte Herzkohärenz zeigt.

 

Ein harmonischer, kohärenter Herzschlag wirkt sich wiederum positiv auf das Gehirn, die Emotionen, den Körper und das Immunsystem aus. Auf emotionaler Ebene bedeutet Herzkohärenz, dass wir zentriert, gelassen, leistungsfähig und stressresistent sind.

Um körperlich und emotional gesund zu sein, brauchen wir Herzkohärenz - diese können wir fördern und trainieren mit verschiedenen Techniken.

Herzkohärenz-Techniken 

Herzkohärenz-Training

Am Heart-Math Institute in Kalifornien wurde eine Methode zum Training der Herzkohärenz entwickelt und erprobt.

 

Je intensiver und häufiger Sie diese Technik einüben und praktizieren, desto leichter finden Sie zu Kohärenz, die sich bestimmt positiv auf Ihre Herzmesswerte auswirkt.

Angenehme Aktivitäten

 

Sie können Ihre Herzkohärenz fördern, indem Sie Dinge tun, die Sie gerne machen, die Ihnen Vergnügen bereiten, die Sie als angenehm erleben. Freude ist ein wichtiges Training für Herzkohärenz.

 

Hier finden Sie eine Liste von Aktivitäten, die von vielen Menschen als erholsam und freudvoll empfunden werden. Lassen Sie sich inspirieren.

Liebe, Freude, Dankbarkeit

Gefühlen von Liebe oder Dankbarkeit, die mit der emotionalen Reaktion der Freude verbunden sind, zeigen eine messbare Harmonisierung von Herz- und Atemrhythmus (= Herzkohärenz).

 

Nutzen Sie drei einfache Fragen, um täglich Ihrem Gehirn und Herz Nahrung für ein glückliches Leben zu geben.

Ereignisse verarbeiten

Die Belastung durch schwerwiegende und manchmal plötzliche Lebensereignisse (Scheidung, Todesfall, Herzinfarkt usw.) kann uns emotional und gesundheitlich aus dem Gleichgewicht bringen.

 

Für die Herzkohärenz ist es wichtig, belastende Ereignisse zu verarbeiten, um sie bestmöglich zu akzeptieren und positiv in die Zukunft zu blicken.

 
Entspannung

Hier finden Sie 12 einfache Übungen zum Entspannen. Sie können diese immer und überall in kurzer Zeit anwenden. Probieren Sie sie aus und überzeugen Sie sich von der wohltuenden Wirkung.

 

Übrigens: Eine Entspannungspause von nur 20 Minuten täglich bringt nachweisbaren Nutzen für Ihre Gesundheit und Ihre Herzkohärenz.

Lächeln

Durch das Anheben Ihrer Wangenmuskeln erhält Ihr Gehirn ein Signal, Glückshormone freizusetzen.

 

Dies können Sie jederzeit einsetzen. Oder versuchen Sie, mal über 1-3 Wochen jeden Tag mit einem Lächeln einzuschlafen und am Morgen als erstes zu lächeln. Auch wenn es gerade keinen Grund gibt, lächeln Sie einfach. 

Positive Gefühle

Alle positiven Gefühle unterstützen die Herzkohärenz. Nutzen Sie Bilder oder eigene Fotos, um immer wieder positive Gefühle auszulösen.

 

Platzieren Sie Bilder in Ihrem Alltag (in der Küche, im Auto usw.). Wenn Sie auf das Bild schauen, dann halten sie einen Moment inne und verbinden Sie sich ganz bewusst mit den positiven Gefühlen.

Soziale Kontakte

Schöne, inspirierende, freudvolle Begegnungen mit anderen Menschen oder auch Haustiere sind sehr förderlich für Ihre Herzkohärenz.

 

Wertschätzung und Anerkennung durch andere Menschen sind wichtig und tun unseren Herzen gut. Wagen Sie, Ihre Mitmenschen immer mal wieder um positive Rückmeldungen zu bitten.

Empfehlung für die tägliche Praxis
1. Herzfokussiertes Atmen | 10 bis 20 Minuten täglich, 5 Tage pro Woche

  • Schritt 1: Herzatmung. Richten Sie dazu Ihre Aufmerksamkeit auf die Mitte Ihres Brustkorbs. Stellen Sie sich vor, dass Sie durch Ihre Herzregion ein- und ausatmen. Dies fördert die Kohärenz. Atmen Sie etwas langsamer und tiefer als sonst, 5 Sekunden ein und aus, oder in einem anderen angenehmen Rhythmus. Lassen Sie bewusst unangenehme Gedanken und Gefühle los.

  • Schritt 2: Herzgefühl. Rufen Sie ganz bewusst ein angenehmes Gefühl auf, z.B. Ihre Wertschätzung für jemanden oder etwas Wichtiges in Ihrem Leben. Oder erinnern Sie sich an ein freudiges Erlebnis und tauchen Sie in die schönen Gefühle ein. Oder fragen Sie sich: „Worauf freue ich mich heute?“ und spüren Sie diese (Vor)Freude ganz bewusst.

Wenn Sie herzfokussiertes Atmen praktizieren, verändert Sich das Muster in Ihrem Herzschlag, von inkohärent zu kohärent. Um in eine regelmässige Atmung zu finden können Sie auch die Herzkohärenz-App verwenden.

2. Wertschätzung und Dankbarkeit | mehrmals täglich 2-5 Minuten

 

  1. Sammeln Sie die Kraft positiver Gefühle: Wählen Sie ein paar Fotos, die in ihnen ein Gefühl von Wertschätzung erzeugen. Platzieren Sie diese Fotos an Orten, an denen Sie sie über den Tag verteilt immer wieder sehen: in ihrem Auto, auf ihrem Schreibtisch, am Spiegel im Badezimmer, am Kühlschrank. Wenn Sie dann auf eines der Fotos schauen, dann halten sie einen Moment inne und verbinden Sie sich ganz bewusst mit dem Gefühl der Wertschätzung.

  2. Führen Sie ein Dankbarkeits-Tagebuch: Nehmen Sie sich am Ende des Tages etwas Zeit, um einige Dinge aufzuschreiben, für die sie dankbar sind. Es können so einfache Dinge sein wie beispielsweise die Freundlichkeit eines Menschen, der Ihnen heute die Tür aufgehalten hat usw. Sie können dafür auch die 3-Fragen-des-glücklichen-Lebens nutzen oder die geführte Meditation (Video unten; französisch) machen.

  3. Lächeln Sie: Lächeln Sie möglichst viel :-)

Quellen/Buchtipps
  • David Servan-Schreibert (2006). Die neue Medizin der Emotionen. Stress, Angst, Depression: Gesund werden ohne Medikamente.

  • Gerd Schnack (2016). Der grosse Ruhe-Nerv. Sofort-Hilfen gegen Stress und Burnout.

  • Robert Sonntag (2005). Blitzschnell entspannt. 100 verblüffend leichte Wege, wie Sie in Sekunden innere Ruhe finden und neue Kraft schöpfen.

  • Andreas Knuf (2011). Ruhe da oben! Der weg zu einem gelassenen Geist.

  • Jon Kabat-Zinn (2009). Gesund durch Meditation. Das grosse Buch der Selbstheilung. Das grundlegende Übungsprogramm zur Entspannung, Stressreduktion und Aktivierung des Immunsystems.

  • Ken A. Verni (2016). Anleitung zur Achtsamkeit.

www.awarenesscoach.ch

© Simone Tschopp 2019